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Psychologischer DienstDie Klinik Susenberg bietet Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen psychologische Hilfe an. Im Rahmen des Behandlungskonzeptes und des Leistungsauftrages der Klinik Susenberg umfasst der psychologische Dienst einen neuropsychologischen und einen psychoonkologischen Schwerpunkt.
Das Angebot erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam der Klinik Susenberg und untersteht der ärztlichen Schweigepflicht. NeuropsychologieDie neuropsychologische Diagnostik klärt vermutete oder bereits bekannte hirnorganische Störungen ab. Eine Hirnschädigung kann verschiedene Ursachen haben: angeborene aber in der Mehrzahl durch Krankheit oder durch Unfall erworbene Schädigungen. Die neuropsychologische Diagnostik umfasst Testabklärungen zur Erfassung von kognitiven Störungen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken, Sprache und Handlungsplanung sowie die Erfassung von affektiven Störungen und mögliche Persönlichkeitsveränderungen. Gerade durch eine Tumorerkrankung oder medizinische Therapie können Störungen im Bereich der Aufmerksamkeit oder des Gedächtnisses auftreten. Dies wird auch bei Patienten beobachtet, deren Erkrankung nicht das zentrale Nervensystem betrifft, insbesondere nach Bestrahlung oder Chemotherapie. Probleme in der Konzentration und Merkfähigkeit können vielfältige Ursachen haben und nicht jedes vermeintliche Nachlassen der Leistungsfähigkeit muss behandelt werden. Daher wird im Bedarfsfall eine neuropsychologische Diagnostik durchgeführt, um die Leistungsdefizite genau zu bestimmen und entsprechende Trainingsangebote individuell zu planen. Spezielle Programme bieten die Möglichkeit, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen zu trainieren und zu verbessern. Ziel der neuropsychologischen Rehabilitation ist, dass der Patient wieder ein möglichst selbständiges Leben führen kann. PsychoonkologieDas psychoonkologische Angebot umfasst die psychologische Betreuung von stationären KrebspatientInnen sowie deren Angehörigen. Krebspatienten sind im Verlauf der Erkrankung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Belastungen konfrontiert. In der Auseinandersetzung mit einer Krebserkrankung entstehen für Betroffene und deren Angehörige oft Zukunftsängste, Ängste vor Schmerzen, vor dem Krankheitsverlauf sowie Fragen nach dem Sinn und dem Warum der Erkrankung. Es können depressive Symptome auftreten wie Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit, Verlust der Freude an Aktivitäten und Sozialkontakten, Angst und innere Unruhe sowie ein sozialer Rückzug und das Gefühl von den Mitmenschen nicht verstanden zu werden. Die mit der Erkrankung einhergehenden Belastungen können darüber hinaus die sozialen und familiären Beziehungen beeinträchtigen. Durch einen temporären Verlust der Arbeit, des gewohnten Umfelds und durch mögliche körperliche Veränderungen können zudem Identitäts- und Selbstwertprobleme hinzukommen. In Anbetracht des oftmals irreversiblen Verlaufs von Krebserkrankungen und den damit verbundenen psychosozialen Einschränkungen stellt die Verbesserung des Befindens und der Lebensqualität von Krebspatienten und deren Familien eine zentrale Aufgabe eines fortschrittlichen Behandlungsangebotes dar. Die psychoonkologische Betreuung zielt auf die Erhaltung und Verbesserung der seelischen Befindlichkeit. Die Stärkung der eigenen Ressourcen und die Anleitung zur Selbsthilfe stehen an erster Stelle. Die Förderung der Krankheitsverarbeitung unter Einbezug der familiären sowie sozialen Aspekte und die Behandlung der Folgeprobleme wie Angst, Depression, Schmerz oder Fatigue vervollständigen unser Behandlungsangebot. Beratung und TherapieDie Zuweisung für ein psycho(onko)logisches Erstgespräch oder eine neuropsychologische Abklärung erfolgt durch eine Verordnung, die in der Regel durch den behandelnden Arzt bei der Aufnahme des Patienten in die Wege geleitet wird. Im Erstgespräch werden die Bedürfnisse der Patientin /des Patienten sowie der Angehörigen geklärt und die weitere Betreuung in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Behandlungsteam festgelegt. Es wird ein individuell angepasstes psychologisches Angebot gemacht, welches von einzelnen Beratungsgesprächen bis hin zu Psychotherapie reichen kann. Bei Bedarf werden die Beratung und Therapie mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert. Die Wirkfaktoren der Psychologischen Therapien wie beispielsweise Vertrauensbildung, Empathie, Ermutigung, Verstehen und Aufbau einer hilfreichen Beziehung sind in der psychoonkologischen Arbeit von besonderer Bedeutung. Die Entlastung der Angehörigen durch Beratung stellt einen weiteren wichtigen Baustein des Behandlungsspektrums dar. Die psychologischen Angebote im Einzelnen sind:
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